Wenn Jay morgens sein Handy einschaltet, liest er Nachrichten wie „du bist ekelhaft“, „dich sollte man vergewaltigen“ oder „früher wärst du vergast worden“. Er kennt die meisten Menschen nicht, die ihn beleidigen, bedrohen, demütigen. Sie tun es, weil er anders ist. Jay ist Transgender und war bis vor wenigen Jahren eine junge Frau.

Nun ist der 21-Jährige einen mutigen Schritt gegangen. Als Protagonist der neuen Telekom-Kampagne #GegenHassimNetz gibt er Menschen in ähnlichen Lebenssituationen mit auf den Weg: Lass dich nicht unterkriegen, sei, wer du sein möchtest.

Hassrede trifft nicht nur Randgruppen

Jay ist einer von Tausenden, die der Hetze im Internet mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert sind. Versteckt hinter Pseudonymen suchen sich die Täter ihre Opfer gezielt aus, verbünden sich in ihrem Hass und verbringen viel Zeit damit, ihren Opfern das Leben zur Hölle zu machen. Hassrede (engl. Hatespeech) trifft nicht nur Randgruppen.

Wer die „falsche“ Religion ausübt oder sich gesellschaftspolitisch engagiert, wer keine weiße Hautfarbe hat oder einfach nur eine Frau mit einer starken Meinung ist – Hassende haben viele Feindbilder. Betroffen sind auch Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, wie etwa Politikerinnen und Politiker oder Journalistinnen und Journalisten. Denn es ist das Ziel von strategischem Hass, andere auszugrenzen und ihre Perspektive aus der Meinungsbildung auszuschließen.

Hass im Netz ein gesellschaftliches Problem

„Wir müssen uns als Gesellschaft die Frage stellen: Warum lassen wir zu, dass andere attackiert und gedemütigt werden?“, so Barbara Costanzo, Vice President Group Social Engagement, Deutsche Telekom AG. Hass im Netz ist ein gesellschaftliches Problem. Umso wichtiger sei es, dass jeder Haltung zeige. Denn: „Hass im Netz geht uns alle an, weil die Folgen nicht nur die Betroffenen spüren. Vielmehr wird die Stimmung in der ganzen Gesellschaft feindseliger und die Grenze des Sagbaren verschiebt sich.“

Die Deutsche Telekom setzt sich aktiv für ein demokratisches, respektvolles Miteinander im Netz und für mehr digitale Zivilcourage ein. Dazu kooperiert das Unternehmen mit zahlreichen Partnern, um konkrete Wege aufzuzeigen, wie wir mit Hass und Hetze im Netz umgehen können. So zum Beispiel der Verein Gesicht zeigen mit Initiativen und umfangreichem Bildungsmaterial. Oder der Verein #ichbinhier.

Auf Hass konstruktiv reagieren

Die über 45.000 Mitglieder zählende Gruppe reagiert auf Hassrede mit positiven und konstruktiven Kommentaren, die Diskussionen wieder sachlicher werden lassen und alternative Perspektiven anbieten. So realisiert auch die Masse der stillen Mitlesenden: „Hass ist laut, aber wir sind viele“– ein wichtiges Zeichen und jeder kann dazu beitragen.

Mitmachen:

  • Hinschauen und Haltung zeigen
  • Konstruktive/positive Kommentare stärken
  • Hass mit Argumenten und Grenzsetzung begegnen
  • Hass-Posts beim Plattformanbieter oder Stellen melden
  • Initiativen entdecken, die aufzeigen, wie wir alle mehr lernen und so besser im Netz zusammenleben können – auch wenn wir nicht immer einer Meinung sein werden!

www.medienabersicher.de

www.telekom.com/gegenhassimnetz

Ein Beitrag der Deutschen Telekom AG

Headerbild: Jay ist das Gesicht von # GegenHassimNetz und als FTM-Transgender (Female to Male) eine Zielscheibe für den Hass. „Es ist für mich immer ein kurzer Schock, wenn mein Handy eine neue Nachricht anzeigt“, gesteht er.  © Deutsche Telekom AG