Gesine Cukrowski ist eine Frau, die begeistert. Sie ist Mutter, Schauspielerin und Aktivistin und unterstützt tatkräftig das große Nachhaltigkeitsziel „Zero Hunger“, gemeinsam mit der Welthungerhilfe

Ein Beitrag der Welthungerhilfe 

Bereits 2015 besuchte sie zum ersten Mal zusammen mit der Welthungerhilfe eine Gegend in Uganda, über die kaum in den Medien berichtet wird. In Karamoja, einer der ärmsten Gegenden der Welt mit einer Analphabetenrate von rund 90 Prozent, konnte sie als Patin eines „Ziegenprojektes“ sehen, welch Riesenunterschied der Besitz einer Ziege machen kann.

In dieser Region gibt es sehr viele Witwen und alleinerziehende Mütter und kaum Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Hier setzt das Projekt „Goat-for-work“ an: Die Frauen arbeiten gemeinnützig und erhalten als Lohn eine Ziege. Eine Ziege kostet 26 Euro, ab fünf Ziegen bilden diese eine Herde und damit verändern sie das Leben einer Familie von Grund auf. Die Wirkung in den „Ziegenprojekt“-Dörfern ist immens: Die Kindersterblichkeit ist durch verbesserte Hygiene und die besonders nahrhafte Ziegenmilch zurückgegangen. Und was Gesine Cukrowski besonders bewegt: Die Frauen werden durch die eigene Ziegenherde selbstbewusster und erfahren in der Gemeinschaft Anerkennung und Gleichberechtigung.

Während dieser Reise erzählten ihr MitarbeiterInnen der Welthungerhilfe außerdem von den Nachteilen, Infektionsrisiken und der sozialen Ausgrenzung der Frauen und Mädchen während der Menstruation.

In Karamoja und vielen anderen Gebieten Afrikas behelfen sich die Frauen und Mädchen während ihrer Periode mit Blättern und Stofflumpen. Viele Schülerinnen bleiben während ihrer Regel der Schule fern. Die Mädchen werden vom Elternhaus und den Schulen mit dem Problem alleingelassen, die erwachsenen Frauen oftmals sogar aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. So ist das Projekt „EVA“ entstanden. Die Frauen lernen innovative und nachhaltige Produkte wie die Menstruationstasse (Auffangbehälter aus Silikon) kennen und in Schulen wird über Hygienemaßnahmen aufgeklärt. „Die Teilnehmerinnen des Projekts sind begeistert, die Frauen werden selbstbewusster und stärker respektiert, die Mädchen gehen wieder ohne Angst und Scham zur Schule“, kann Gesine Cukrowski nun von ihrer jüngsten Reise Anfang 2018 berichten.

Ein weiteres Beispiel für kleine Schritte, die zum großen Ziel führen. Eine bessere Schulbildung bei Mädchen erhöht die Chancen auf eine Zukunft ohne Hunger und Armut. Mehr Gleichberechtigung in der Gesellschaft für Frauen führt zu einer verbesserten Versorgungssituation mit Nahrung. Denn Frauen produzieren in Entwicklungsländern bis zu 80 Prozent der Nahrung und sorgen dafür, dass ihre Kinder und Familien etwas zu essen bekommen.

„Mit so kleinen Mitteln wie Menstruationstassen oder Ziegen können wir die Frauen und Mädchen so wahnsinnig unterstützen, diese Erfahrungen treiben mich an – wir können alle etwas tun“, so die Schauspielerin. „Frauen und Mädchen zu stärken heißt den Hunger zu besiegen. Die Nachhaltigkeitsziele gehen uns alle an, ich kann meine Augen nicht vor dem Elend der Welt verschließen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine Welt ohne Hunger, ohne Armut, mit mehr Gleichberechtigung für Frauen und besserem Zugang zu Bildung erreichen können.“