Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und verbesserte Ernährung erreichen und nachhaltige Landwirtschaft fördern.‌‌Um Ziel 2 zu erreichen, müssen wir sicherstellen, dass jeder das ganze Jahr über Zugang zu ausreichenden Mengen an nahrhaften Lebensmitteln hat. Die Versorgung der Welt mit ausreichenden Nahrungsmitteln erfordert eine Verbesserung der gegenwärtigen landwirtschaftlichen Praktiken, die durch den extensiven Einsatz von Pestiziden zur Bodendegradation führen. Die landwirtschaftlichen Praktiken müssen verbessert und auf eine ökologische Landwirtschaft umgestellt werden, die die lokale Kreislaufwirtschaft fördert und letztlich die Unterernährung der Menschen verringert.

Andere direkt verwandte Ziele

Ziel 1    Ziel 8    Ziel 12

Fakten und Zahlen

 795 Millionen Menschen weltweit – also rund das Zehnfache der deutschen Bevölkerung – haben nicht genügend Nahrung, um ein gesundes Leben zu führen‌‌ 3,1 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Unterernährung (UNICEF, 2018)‌‌ 1 von 7 Personen geht jede Nacht hungrig zu Bett‌‌ Die FAO schätzt, dass jedes Jahr etwa 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verschwendet werden. Davon könnten sich 2 Milliarden Menschen ernähren

Mithilfe des Maßbandes wird der Ernährungszustand von Kleinkindern ermittelt

Länder mit der besten Leistung zu Ziel 2 - Kein Hunger

Kein Land ist bisher auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Der Grund: Einerseits gibt es Unterernährung, auf der anderen Seite Fettleibigkeit. Die in der Welt produzierte Nahrungsmittelmenge reicht aus, um alle zu ernähren, aber das Problem liegt in der ungleichen Verteilung und Verschwendung.

Mitmachen

 Kindern von klein auf gute und gesunde Essgewohnheiten beibringen‌‌ Regional und lokalen, z.B. auf Märkten oder Bio einkaufen‌‌ Weniger Fleisch essen, um die Massentierhaltung zu reduzieren‌‌ Der Anbau von ein paar Kräutern und Gemüse im eigenen Garten oder auf dem Balkon kann einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten

Buchempfehlung

"Der Hunger" von Martin Caparros – Das größte lösbare Problem der Welt, und doch ist eine Lösung so fern. Vier Jahre hat Martín Caparrós den ganzen Globus bereist und kartografieren: Er war in Niger, wo der Hunger so aussieht, wie wir ihn uns vorstellen; in Indien, wo mehr Menschen hungern als in jedem anderen Land; in den USA, wo jeder Sechste Probleme hat, sich ausreichend zu ernähren, während jeder Dritte unter Fettleibigkeit leidet; in Argentinien, wo Nahrungsmittel für 300 Millionen Menschen produziert werden, obwohl sich viele Bürger kein Fleisch mehr leisten können. Am Ende dieser Reise steht dieses Buch: Großreportage, Geschichtsschreibung, Appell. Der Hunger, so Caparrós, ist der krasseste Ausdruck der gigantischen sozialen Ungleichheit in einer Welt, in der das reichste Prozent mehr besitzt als alle anderen zusammen.